Vita

Die in München geborene Sopranistin Katrin Küsswetter setzte ihr Studium nach einem knapp einjährigen Kontaktstudium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Rosemarie Jakschitsch (Hochschulen für Musik Trossingen und Stuttgart) mit dem Schwerpunkt Alte Musik fort und erweiterte ihr Stimmfach bei Birgit Ströbel- König (Hochschule für Musik Nürnberg), sowie bei KS Claes H. Ahnsjö (München/Stockholm) zum lyrischen Koloratursopran. Sie nahm an zahlreichen Meisterkursen namhafter Dozenten (u.a. bei Jessica Cash, Ingrid Figur, Klesie Kelley- Moog und Anna Reynolds) teil. Beim Europäisches Musikfest Stuttgart und den Tagen für Alte Musik in Innsbruck erhielt sie prägende Impulse für ihre künstlerische Entwicklung.

Ihr Konzertdebut gab Katrin Küsswetter noch im Studium mit der Solo-Partie in C. Orffs „Carmina Burana“. Bühnenerfahrung sammelte sie zunächst in verschiedenen kleineren Rollen u.a. als „Belinda“ in H. Purcells „Dido and Aeneas“, als „Taumännchen/ Sandmännchen“ in E. Humperdincks „Hänsel und Gretel“ und als „Erste Priesterin“ in C.W. Glucks „Iphigenie in Tauris“ beim Bayreuther Osterfestival. Bei den Bayreuther Festspielen, bei denen sie über mehrere Spielzeiten hinweg engagiert war, sang sie u.a. den „1. Lehrbub“ in den „Meistersingern von Nürnberg für Kinder“. Ihr breites Rollenspektrum reicht von G.F. Händels „Cleopatra“, über zahlreiche Mozart-Rollen (Konstanze, Königin der Nacht, Pamina) bis zur „Olympia“ in J. Offenbachs „Les Contes d´ Hoffmann“ und der „Cunigonde“ in „Candide“, sowie der „Zerbinetta“ in R. Strauß „Ariadne auf Naxos“.

Ihr breitgefächertes Konzertrepertoire umfasst alle großen Partien ihres Fachs, und schließt viele der großen Konzertarien von W.A. Mozart ein. Neben ihrer Bühnen- und Konzerttätigkeit pflegt Katrin Küsswetter ein vielseitiges Liedrepertoire, das sie in stets unkonventionellen Programmen und immer wechselnden, spannenden Formationen präsentiert. Darüber hinaus wird sie regelmäßig für die Neuinterpretation wiederentdeckter alter Werke, genauso wie für moderne Produktionen und Uraufführungen engagiert. Uraufführungen/ Welterstaufführungen: J. Rauh „Jesus-Oratorium“ (2015), G. Giordani/ H. Lammel „Otto Arie sacre“ (2016), L. Kraft „Drei Lieder “ (2018), B. Stöckl „Lytaniae Lauretanae“ (2019), wiederentdeckte Kantaten von Pater F. Bühler (2020/21).

Sie arbeitete mit international renommierten Dirigenten wie Christoph U. Meyer, Sebastian Weigle, Hartmut Keil u.a. und tritt regelmäßig mit Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, La Banda, Augsburg, der Neuen Nürnberger Ratsmusik und La Ciaccona, München, auf. Zahlreiche Konzertmitschnitte u.a. beim SWR und BR dokumentieren ihr künstlerisches Können. Nach dem überwältigenden Erfolg ihres Mozart- Programms u.a. bei den Rieser Kulturagen ist dieses Ende 2019 als Benefiz-CD zugunsten der Paracelsus- Universität Nürnberg erschienen. Anstelle einer Konzertreise nach Frankreich wurde noch im ersten Corona-Lockdown Anfang Mai 2020 mit der Unterstützung des Kulturfonds der Stadt und des Dekanats Altdorf ein Duett-Programm der deutschen und französischen Romantik durch ein professionelles Video-Streaming der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Die ebenfalls für 2020 geplante Einspielung wiederentdeckter Kantaten des Benediktiner-Paters Franz Bühler mit dem renommierten Arsatius-Consort musste aufgrund der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben werden.