Vita

Die in München geborene Sopranistin begann ihre Laufbahn zunächst mit dem Schwerpunkt Alte Musik bei Rosemarie Jakschitsch (Trossingen) und konzertierte bereits während des Studiums häufig mit (früh)barocker Ensemblemusik, aber auch solistisch im europäischen Ausland (Frankreich, Österreich und der Schweiz) . Prägende Impulse für ihre künstlerische Entwicklung erhielt sie u.a. in zahlreichen Meisterkursen namhafter Dozenten u.a. bei Richard Wistreich, Jessica Cash, Ingrid Figur, Anna Reinolds und Klesie Kelley- Moog. Im Aufbaustudium bei Birgit Ströbel- König (Nürnberg) und KS Claes-Håkan Ahnsjö (München/Stockholm) erweiterte sie ihr Stimmfach zum lyrischen Koloratursopran und deckt heute mit ihrem breitgefächerten Repertoire das gesamte Spektrum vom Frühbarock bis zur klassischen Moderne ab.

Sie wird regelmäßig für die Interpretation wiederentdeckter alter Werke, sowie Produktionen zeitgenössischer Musik und Uraufführungen engagiert. (Uraufführungen/ Welterstaufführungen: J. Rauh „Jesus-Oratorium“ (2015), G. Giordani/ H. Lammel „Otto Arie sacre“ (2016), L. Kraft „Drei Lieder “ (2018), B. Stöckl „Lauretanische Litanei“ (2019), Lieder und Kantaten von Pater F. Bühler (2021).) Daneben gilt ihr besonderes Interesse vokaler Kammermusik aller Epochen. Einen Namen hat sie sich überdies mit ihrem internationalen und genreübergreifenden Liedrepertoire gemacht, das sie beständig erweitert und in oft unkonventioneller Besetzung an außergewöhnlichen Orten einem breiten Publikum zugänglich macht. Ihr Konzertrepertoire umfasst alle großen Standardwerke ihres Fachs, einschließlich einer Vielzahl von W.A. Mozarts Konzertarien.

Nach ihrem Bühnendebut als „Sandmännchen/Taumännchen“ in E. Humperdincks „Hänsel und Gretel“ in einer Studienproduktion erarbeitete sie sich über lyrische Partien, u.a. als „Erste Priesterin“ in C. W. Glucks „Iphigenie in Tauris“ bei den Bayreuther Osterfestspielen 2008 nach und nach das klassische Koloraturrepertoire wie die Rolle der „Königin der Nacht“ in W.A. Mozarts “ Die Zauberflöte“, die „Olympia“ in J. Offenbachs „Les Contes d´Hoffmann“ und L. Bernsteins „Cunegonde“ in „Candide“. Für die Spielzeit 2020/21 folgten die Rolle der „Konstanze“ in Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ und die „Zerbinetta“ in R. Strauss „Ariadne auf Naxos“, die aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie jedoch nicht zur Aufführung gelangten.

Katrin Küsswetter war zu Gast beim Bachfest Stuttgart, den Tagen für Alte Musik in Innsbruck, und war über mehrere Spielzeiten bei den Bayreuther Festspielen engagiert, wo sie 2012 eine Solo-Partie als Erster Lehrbub in „Die Meistersinger von Nürnberg für Kinder“ übernahm. Sie arbeitete mit international renommierten Dirigenten wie Hartmut Keil, Christoph U. Meyer und Sebastian Weigle und tritt regelmäßig mit Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, La Banda, Augsburg, La Ciaccona, München, oder der Neuen Nürnberger Ratsmusik auf.

Neben zahlreichen Livemitschnitten beim SWR und BR (u.a. dem Film „Die Meistersinger von Nürnberg für Kinder“ der Bayreuther Festspiel GmbH) dokumentieren jüngste digitale Aufzeichnungen und Streaming-Angebote während der Corona- Pandemie ihr künstlerisches Können. Nach dem überwältigenden Erfolg mit Mozart- Konzertarien bei den Rieser Kulturtagen (Hohenlohe) 2018 erschien im vergangenen Jahr eine CD mit Mozart-Konzert-Arien zugunsten der Paracelsus- Universität Nürnberg. Für 2021 ist eine weitere CD- Einspielung mit Liedern, Arien und Kantaten (teilweise Weltersteinspielungen) des Benediktiner-Paters Franz Bühler mit dem renommierten Arsatius Consort unter der Leitung von Prof. Dr. H. Ullrich geplant.

Mit großer Freude gibt Katrin Küsswetter ihr sängerisches Wissen an verschiedenen Institutionen, sowie in Kursen und Workshops weiter. Sie ist ordentliches Mitglied des Bundes Deutscher Gesangspädagogen (BDG) und des Deutschen Tonkünstlerverbands (DTKV).