Vita

Die in München geborene Sopranistin Katrin Küsswetter setzte ihr Studium nach einem einjährigen Kontaktstudium bei Prof. Hanno Blaschke (Hochschule für Musik und Theater München) bei Rosemarie Jakschitsch (Hochschulen für Musik Trossingen und Stuttgart) mit dem Schwerpunkt Alte Musik fort und erweiterte ihr Stimmfach im Aufbaustudium bei Birgit Ströbel- König (Hochschule für Musik Nürnberg), sowie bei KS Claes H. Ahnsjö (München/Stockholm) zum lyrischen Koloratursopran. Sie nahm an zahlreichen Meisterkursen namhafter Dozenten (u.a. bei Jessica Cash, Ingrid Figur, Klesie Kelley- Moog und Anna Reynolds) teil. Beim Europäisches Musikfest Stuttgart und den Tagen für Alte Musik in Innsbruck erhielt sie prägende Impulse für ihre künstlerische Entwicklung.

Ihr Debut gab Katrin Küsswetter noch im Studium mit der Solo-Partie in C. Orffs „Carmina Burana“. Bühnenerfahrung sammelte sie zunächst in verschiedenen kleineren Rollen u.a. als „Belinda“ in H. Purcells „Dido and Aeneas“, als „Taumännchen/ Sandmännchen“ in E. Humperdincks „Hänsel und Gretel“ und als „Erste Priesterin“ in C.W. Glucks „Iphigenie in Tauris“ beim Bayreuther Osterfestival. 2012 debütierte sie als „1. Lehrbub“ in den „Meistersingern von Nürnberg“ bei der Kinderoper der Bayreuther Festspiele, wo sie über mehrere Jahre bei den Festspielen engagiert war. Ihr breites Rollenspektrum reicht u.a. von G.F. Händels „Cleopatra“, über zahlreiche Mozart-Rollen (Konstanze, Königin der Nacht, Pamina) bis zur „Olympia“ in J. Offenbachs „Les Contes d´ Hoffmann“ und der „Cunigonde“ in „Candide“. Für die Spielzeit 2021 /22 ist sie als „Zerbinetta“ in R. Strauß „Ariadne auf Naxos“ bei einem Münchener Opernprojekt vorgesehen.

Ihr breitgefächertes Konzertrepertoire umfasst alle großen Partien ihres Fachs, und schließt die meisten großen Konzertarien von W.A. Mozart ein. Neben ihrer Bühnen- und Konzerttätigkeit pflegt Katrin Küsswetter ein vielseitiges Liedrepertoire, das sie in stets unkonventionellen Programmen und immer wechselnden, spannenden Formationen präsentiert. Darüber hinaus wird sie regelmäßig für die Neuinterpretation wiederentdeckter alter Werke, ebenso wie für moderne Produktionen und Uraufführungen engagiert. Uraufführungen/ Welterstaufführungen: J. Rauh „Jesus-Oratorium“ (2015), G. Giordani/ H. Lammel „Otto Arie sacre“ (2016), L. Kraft „Drei Lieder “ (2018), B. Stöckl „Lytaniae Lauretanae“ (2019), wiederentdeckte Kantaten von Pater F. Bühler (2021).

Sie arbeitete mit international renommierten Dirigenten wie Christoph U. Meyer, Sebastian Weigle, Hartmut Keil u.a. und tritt regelmäßig mit Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, La Banda, Augsburg, der Neuen Nürnberger Ratsmusik und La Ciaccona, München, auf. Zahlreiche Konzertmitschnitte u.a. beim SWR und BR dokumentieren ihr künstlerisches Können. Nach dem überwältigenden Erfolg ihres Mozart- Konzertarien-Programms in der Konzertsaison 2018/19 ist dieses Ende 2019 als Benefiz-CD zugunsten der Paracelsus- Universität Nürnberg erschienen. Im Mai 2020 wurde durch die Förderung des Kulturfonds der Stadt Altdorf ein Konzert mit deutschen und französischen Duetten der Romantik professionell im Video-Streaming aufgezeichnet und veröffentlicht. Die für 2020 geplante Einspielung wiederentdeckter Kantaten des Benediktiner-Paters Franz Bühler mit dem renommierten Arsatius-Consort unter der Leitung des international anerkannten Musikwissenschaftlers Prof. H. Ullrich muss aufgrund der Corona-Pandemie auf Anfang 2021 verschoben werden. Im November 2020 wird Katrin Küsswetter auf einer Konzertreise durch Frankreich mit W.A. Mozarts Requiem (KV 626) unter der Leitung von Marius Popp zu erleben sein.