Biographie

Die in München geborene Sopranistin begann ihre Laufbahn zunächst mit dem Schwerpunkt Alte Musik. Noch während des Studiums konzertierte sie als gefragte Solistin und Stimmführerin in renommierten Vokalensembles regelmäßig im europäischen Ausland. Prägende Impulse für ihre künstlerische Entwicklung erhielt sie in zahlreichen Meisterkursen namhafter Dozenten u.a. von Richard Wistreich, Monika Mauch, Ingrid Figur, Anna Reynolds und Klesie Kelley- Moog. Im Aufbaustudium bei Birgit Ströbel- König (Nürnberg) und KS Claes-Håkan Ahnsjö (München/Stockholm) erweiterte sie ihr Stimmfach zum lyrischen Koloratursopran und deckt heute mit ihrem breitgefächerten Repertoire das gesamte Spektrum vom Frühbarock bis zur klassischen Moderne ab.

Sie wird regelmäßig für die Interpretation wiederentdeckter alter Werke, sowie Produktionen zeitgenössischer Musik und Uraufführungen engagiert. (Uraufführungen/ Welterstaufführungen: J. Rauh „Jesus-Oratorium“ (2015), L. Kraft „Drei Lieder“ (2018), B. Stöckl „Lauretanische Litanei“ (2019), H. Becker „Der Weiher“ (2022), G. Giordani Erste Gesamteinspielung der „Otto Arie Sacre“ (2022), M. Hutter „….von Liebe und Leidenschaft“ (2023). Daneben gilt ihr besonderes Interesse der vokalen Kammermusik aller Epochen. Einen Namen hat sie sich überdies mit ihrem internationalen und genreübergreifenden Liedrepertoire gemacht, das sie beständig erweitert und in oft unkonventioneller Besetzung an ausgefallenen Spielstätten einem breiten Publikum präsentiert. Ihr Bühnenrepertoire umfasst alle großen Werke ihres Fachs, einschließlich einer Vielzahl von W.A. Mozarts Konzertarien.

Nach ihrem Bühnendebut als „Sandmännchen/Taumännchen“ in E. Humperdincks „Hänsel und Gretel“ erarbeitete sie sich über lyrische Partien, u.a. als „Erste Priesterin“ in C. W. Glucks „Iphigenie in Tauris“ bei den Bayreuther Osterfestspielen 2008 nach und nach das klassische Koloraturrepertoire wie die Rolle der „Königin der Nacht“ in W.A. Mozarts “ Die Zauberflöte“, die „Olympia“ in J. Offenbachs „Les Contes d´ Hoffmann“ und L. Bernsteins „Cunegonde“ in „Candide“. Für die Spielzeit 2020/21 folgten die Rolle der „Konstanze“ in Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ und die „Zerbinetta“ in R. Strauss „Ariadne auf Naxos“, die aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie jedoch nicht zur Aufführung gelangten.

Katrin Küsswetter tritt regelmäßig auf weltweit bedeutenden Bühnen auf. Sie war u.a. zu Gast im Rahmen der Bachwoche Ansbach, beim Bachfest Stuttgart, den Tagen für Alte Musik Innsbruck und über mehrere Spielzeiten bei den Bayreuther Festspielen. Dabei arbeitete sie mit international führenden Dirigenten wie Helmut Rilling, René Jacobs, Lars Ulrik Mortensen, Hartmut Keil, Christoph U. Meyer und Sebastian Weigle. Ihre Engagements führten sie u.a. mit Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, La Banda Augsburg und La Ciaccona München zusammen.

Neben zahlreichen Livemitschnitten beim SWR und BR dokumentieren während der Corona-Pandemie entstandene digitale Aufzeichnungen und Streaming-Angebote regionaler Förderer ebenfalls ihr künstlerisches Können. Auch in Filmen (u.a. „Die Meistersinger von Nürnberg für Kinder“ der Bayreuther Festspiel GmbH) ist sie zu erleben. Nach dem überwältigenden Erfolg mit Mozart- Konzertarien bei den Rieser Kulturtagen 2018 erschien 2019 ihre CD „Mozarts Lieben“ zugunsten der Paracelsus- Universität Nürnberg. Zuletzt wurde Katrin Küsswetter 2022 mit einem großzügigen Stipendium des Deutschen Musikrates ausgezeichnet, das ihr die Ersteinspielung der kompletten „Otto Arie Sacre“ von G. Giordani und die Veröffentlichung der CD „Letzte Helden“ ermöglichte.

Mit großer Freude gibt Katrin Küsswetter ihr sängerisches Wissen in Kursen und Workshops an Sänger/innen aller Ausbildungsgrade weiter. Sie ist ordentliches Mitglied des Bundes Deutscher Gesangspädagogen (BDG) und des Deutschen Tonkünstlerverbands (DTKV).